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Der BSV 1928 Klostermansfeld e.V. ein Verein mit Tradition.

Der Vereinsname bezieht sich auf das Jahr in dem in Klostermansfeld erstmals Handball gespielt wurde. Leider sind durch die Wirren des 2.Weltrieges fast alle Aufzeichnungen und entstandener Bilder verschollen. Wir wissen nur noch vom Erzählen und von den übrig gebliebenen Aufzeichnungen von diesem Jahr. Nach dem 2.Weltkrieg wurde in Klostermansfeld der Handballsport wieder aufgebaut. Trotz oftmals komplizierter Situationen entwickelte sich bald ein reger Spielverkehr auf Kreisebene. Die Hauptakteure dieser Entwicklung waren insbesondere die Sportsfreunde Karl Ecke, Waldemar Max, Fritz Henneberg, Kurt Wieprich, Karl Wagner und Gustav Seitenstücker. Im Verlaufe der Jahre 1947 bis 1950 wurden weitere Sportsfreunde sehr aktiv, so u.a. Walter und Fritz Hönig, Alfred Flemming, Erich Wald, Horst Modler sowie die Sportsfeunde Fleischer, Hocke und Hennig. Unter Teilnahme der genannten, wurden insbesondere gegen Ziegelrode, Eisleben, Thondorf und Erdeborn, harte, aber faire Spiele ausgetragen, wobei der Spielbetrieb immer größere Formen annahm (Staffelbildung).Eine führende Position im Handball dieser Jahre nahmen die Frauen ein. Sie errangen 1950 den Kreismeistertitel. Großen Anteil daran hatten die Sportsfreund innen Ruth Krause, Sonja Lorenz, Renate Henneberg, Annemane Gröbel und Anita Bolczyk. Im gleichen Jahr wurde eine Jugendmannschaft gebildet, aus der sich in der Folgezeit die Männermannschaft entwickelte. Die Leitung der Sektion übernahmen im Laufe der Jahre die Sportsfreunde Eberhardt Scheffler, Werner Wollschläger, Michael Kammer, Fritz Köchert und Fred Koschmieder. Vom Pokalsieg gegen, Traktor Erdeborn direkt in den Hafen der Ehe gingen die Sportsfreunde Renate Henneberg und Werner Koralewski. Gefeiert wurde natürlich Hochzeit und Pokalsieg.

Im gleichen Jahr fand die Hallensaison statt. Schwierigkeiten gab es mit einer Halle. Aber für die sportsbegeistenen Klostermansfelder, fand sich auch hier eine Lösung, die Kino Fischer und Tanzsaal Lepka hieß. Spannende Spiele, die Maßstäbe der Kreisgrenze weit überschritt, wurden ausgetragen. So gegen Magdeburg Südost, Nachterstedt, Staßfurt, Aschers leben, Niendort, Halle, Bernburg, Wernigerode, Sangerhausen, Eisleben. 1954 gab es dann die, große Sensation. Vor einem internationalen Fußballspiel Besiegten die Handballmannschaft der Männer die, Schwarzen Teufel, eine Spielerkombination von Thondorf und Siersleben, mit den gefürchteten Reinhardts an der Spitze, mit 15:9. Aber nicht nur Punktspiele oder Vergleichskämpfe prägten das Handballgeschehen in Klostermansfeld. Auch Traditionsspiele wie, Alt gegen Jung z.B. am Vorabend des 1. Mai trugen mit zur Ausprägung des Vereinslebens bei. Zu den aktivsten Handballern, die auch die Spiele Mitte der 50er Jahre bestritten, gehörten die Sportsfreunde Max, Rücken, Wollschläger, Koralewski, Emma" und, Latte" Wieprich, Banhel, Scheffler, Koch, Deutsch und Siebenhüner. Mit diesen Spielern war ein guter Stamm gefunden. Eine ganze Reihe von größeren Erfolgen im Laufe der Jahre legt davon Zeugnis ab: -1957 Pokalsieg in Staßfurt -1959 Pokalsieg in Sangerhausen -1960 Pokalsieg in Klostermansfeld -1963 Pokalsieg mit sowjetischen Spielern in Aschersleben -1967 "Ludwig-Jahn" - Pokalsieg in Freiburg In den 60er Jahren wurde dann eine Serie von Freundschaftsspielen gegen Traktor Niendorf durchgeführt und durch die Jugendmannschaft zweimal der Kreismeistertitel errungen. Die Männermannschaft erkämpfte sich gute 2. und 3. Plätze. Eine der größten Leistungen der Sektion Handball in dieser Zeit war der Bau der Kleinfeldanlage im Jahre 1967 Nach Ableistung von 4000 Arbeitsstunden durch die Sportsfreunde wurde diese Anlage 1968 eingeweiht. Im gleichen Jahr gestaltete sich das 40.Jubiläum des Handballsports in Klostermansfeld zu einem besonderen Höhepunkt. Zahlreiche Spiele gegen profilierte Mannschaften wurden mit unterschiedlichem Erfolg bestritten. 1976 wird die A-Jugend Staffelsieger und steigt in die Bezirksklasse auf, erreicht auf Anhieb Platz 4 und muß dann allerdings wegen Besetzungsschwierigkeiten zurückgezogen werden. 1978 bei der Festwoche ,,50 Jahre Handball" bildete ein Freundschaftsspiel gegen Dynamo Suhl den Höhepunkt. 1980 gelingt auch der Staffelsieg in der Bezirksklasse. Bei den folgenden Aufstiegsspielen zur Bezirksliga wird der Aufstieg nur knapp verpaßt. 1982 ein weiterer Höhepunkt ,,100 Jahre Sport" in Klostermansfeld. Es wurde ein Männer-Turnier mit namenhaften Mannschaften wie Bergmann-Borsieg Berlin, Vorwärts Schöneiche, Lok Ballenstedt und Walzwerk Hettstedt veranstaltet. Der Höhepunkt war das Spiel der Männermannschaft gegen Empor Rostock(DDR-Liga) wobei man sich mit 17:33 achtbar aus der Affäre zog. 1982 wurde eine Frauenmannschaft ins Leben gerufen. 1984 wurde die Klostermansfelder Männermannschaft erneut Staffelsieger in der Spielunion West, auch diesmal wurde der Aufstieg knapp verpaßt. 1986 ging der Titel wieder nach Klostermansfeld mit dem selben Ergebnis, Aufstieg knapp verfehlt. Aufgrund dieser Erfolge kam auch wieder der Nachwuchs. 1988 errang die AKl7/18 den 2.Platz in der Bezirksklasse West. 1987-1988 errang die 1 .Männermannschaft den Traktorpokal. 1989 das Jahr der Wende, doch leider nicht nur gutes. Aufgrund einer Baumaßnahme mußte unsere Kleinfeldanlage, am Sportplatz, für immer verschwinden. Das war ein trauriger Moment für die, die mit ihren Fleiß die Anlage erbaut hatten. Doch auch das warf die Handballer nicht aus der Bahn. Da nun die Fördermittel wie es sie in der DDR noch gab fast ausblieben, beschloß man einen neuen Verein zu Gründen um das knappe Geld besser Verwalten zu können. 1989 kam es zum Zusammenschluß von MK Klostermansfeld und Traktor Klostermansfeld. Man hieß nun SSV 1882 Klostermansfeld. Auch die sportlichen Erfolge der Handballer gingen weiter. 1994 errang die 2. Männermannschaft den Unionsmeistertitel und stieg in die Unionsliga auf. 1995 schaffte die I.Männermannschaft mit einem 3.Platz den Aufstieg in die Bezirksklasse, welche aber leider nicht gehalten werden könnte. Das nicht immer alles so läuft wie man wollte merkten die Handballer des SSV 1882 erst ziemlich spät. Man entschloß sich aus dem alten Verein auszutreten um einen eigen Verein zu Gründen. 27.6.1995 gründeten 9 Handballer den ,,Ball-und Spielverein 1928 Klostermansfeld" und setzten Uwe Nachsel als ersten Vorsitzenden ein. 18.11.1995 wurde er bei der ersten Jahreshauptversammlung zum 1. Präsident gewählt.

-erster Präsident U. Nachsel
-stellvert. Präsident A. Kurth
-Geschäftsführer H.-G. Smolka
-Schatzmeister B. Koschmieder



Der Verein bildete 2 Abteilungen, Handball und Gymnastik, welche bis heute bestand haben. Sportlich ging es in diesem Jahr auch sehr erfolgreich weiter. Die beiden Männermannschaften des Vereins zogen in das Finale des Unionscups ein. Hier traf Jugend auf Erfahrung. Es gab ein spannendes Spiel wobei die Erfahrung noch mit 17:16 gewann. 15.06.1996 wurde die Sporthalle des Gymnasiums Benndorf eingeweiht. Um so ein Anlaß gebührend zu Feiern, lud man hochkarätige Mannschaften ein. So spielte die 2. Männermannschaft gegen Friesen Frankleben und die 1 .Männermannschaft gegen den Deutschen Pokalsieger und Bundesligisten SC Magdeburg. Von nun an, da man die Halle fast im eigenen Ort hatte, sprang die Mitgliederzahl an. 1997 zählte man schon 170 Mitglieder, wobei 45% weiblich sind. Zum alljährlichen Traditionsturnier am 1.5.1997 wurde das Oldstarteam(ehemalige Olympiasieger) eingeladen. Es gab ein großes Handballfest in der Benndorfer Turnhalle wobei die Fans und die Akteure voll auf ihre Kosten kamen. 1997 schaffte auch die 1 .Männermannschaft wieder den Staffelsieg in der Spielunion und stieg somit wieder in die Bezirksklasse auf 1997 kam es auch zur Gründung einer Frauenmannschaft. Leider ist auch in diesen Jahr das letzte Gründungsmitglied, des Handballsports in Klostermansfeld, der Sportsfreund Waldemar Max verstorben. Ihn zu Ehren wird 1998 ein Waldemar Max Wander- und Gedenknispokal ausgespielt. 1998 gibt es 188 Mitglieder, wo von 38 zur Gymnastikabteilung gehören. Es gibt 2 Männer und 6 Nachwuchsmannschaften. Abteilung ( Gymnastik ) Turnen gibt es seit 1882 in Klostermansfeld. Leider wird heute das Turnen in Klostermansfeld nicht mehr aktiv betrieben. Unsere Frauen setzen die Gedanken von Turnvater Jan jedoch noch ein wenig fort. Sie halten sich, früher als Hausfrauengymnastikgruppe bekannt, mit Gymnastik fit. Zu Höhepunkten des Vereinslebens treten sie immer auf und zeigen ihr sportliches Können. Sie treffen sie auch regelmäßig zu anderen sportlichen Aktivitäten wie z.B. Radfahren, Schwimmen und Wandern. Auch am Kulturellen Leben des Ortes und des Vereins nehmen unsere Gymnastikfrauen immer rege teil. 70 Jahre Handball und über 100 Jahre Turnen und Gymnastik.

Letzte Überarbeitung am 11.05.98 von Olaf Thiele.